Personal Shopper werden

Personal Shopper werden – Utopie oder mittlerweile eine spannende Alternative für alle modeinteressierten Menschen, die ihr Hobby idealerweise zum Beruf machen wollen? Wir werfen heute einmal einen genaueren Blick auf die Möglichkeiten als Personal Shopper Geld zu verdienen.

Blogs gehören heute zur Internetlandschaft, wie Bäume zum Wald. Gerade zum Thema Mode gibt es unzählige private Blogs, wo regelmäßig Trends, Stylingtipps und Lieblingsoutfits mit der Leserschaft geteilt werden. Welche Schuhe sind gerade angesagt, wie sieht das perfekte Partyoutfit aus und welcher Stylingtyp bin ich eigentlich? Wer sich jeden Tag mit Mode beschäftigt, hat womöglich auch einmal die Idee das Ganze als Basis für den Lebensunterhalt zu wählen. Genau in diese Schiene passt das Berufsbild des Personal Shoppers.

Doch wie wird man eigentlich Personal Shopper?

Wichtige Voraussetzungen sind ein gutes Modebewussten, eine hohe Affinität für Fashiontrends, Fachwissen wie Figuranalyse oder Typberatung, ein Gespür für Stil und Schönheit, gute Kommunikationsfähigkeiten, um sich auf die Kunden einzustellen und Selbstbewusstsein für die eigene Vermarktung.

Eine spezifische Ausbildung zum Personal Shopper gibt es bislang nicht. Doch kann man als Grundlage den Weg der Einzelhandelsfachkraft im Textilhandel oder den Besuch einer Modeschule einschlagen. Eine gute Alternative ist auch ein Modedesignstudium. Und dann heißt es üben. Dies kann z.B. in Form vielerlei Praktika geschehen. Durch die Zusammenarbeit mit namhaften Designern knüpft man erste und wichtige Kontakte in die Modewelt und baut sich so Schritt für Schritt ein Netzwerk auf.

Tipp: Die 2005 gegründete Akademie Modestyling bietet Intensivschulungen zum Fashion Stylist & Personal Shopper an. Die Schulung umfasst in der Regel 6 Tage und macht dich u.a. in den Themenbereichen Dress Code, Größentabellen, Proportionslehre, Beratungsgespräche, Farb- und Stilberatung fit. Allerdings musst du dafür auch ordentlich dein Konto plündern, denn die Kosten pro Schulung belaufen sich auf über 1.700€.

Wichtige Erfahrungen kann man auch bei den Personal Shopping Services wie Outfittery, Modomoto oder Zalon sammeln. Hier bist du dann als Style-Experte unterwegs und erstellst für deine Kunden maßgeschneiderte Outfit-Empfehlungen. Dass man als selbstständiger Fashion Experte dabei nicht viele Materialien benötigt, zeigt der Shopping Service Zalon by Zalando, der dauerhaft neue Stylisten sucht um den Kunden so ein breites Feld an Auswahlmöglichkeiten zu bieten. – Lediglich einen Laptop bzw. PC, eine Internetverbindung sowie ein Headset sollten vorhanden sein, alles Wichtige (z.B. die Bearbeitung von Kundenanfragen oder Telefongespräche) wird dann über das online verfügbare Zalon Stylistentool durchgeführt. Die Bezahlung basiert bei Zalon auf einem leistungsabhängigen Modell, das sich nach Netto-Warenkorb, Retourenquote und Kundenzufriedenheit richtet.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit als angestellter Personal Shopper für Modehäuser zu arbeiten. Oder du wirst Einkaufsberater für Theater- und Filmproduktionen. Mit genügend Berufserfahrung kannst du dich dann auch selbstständig machen und einen persönlichen Kundenstamm aufbauen. Natürlich macht es das Internet heute deutlich einfacher, langfristig einen breiten Personenkreis auf die eigenen Angebote zu verweisen, allerdings benötigt es doch auch gute Referenzen, um potentielle Kunden zu überzeugen. Also erst einmal Praxiserfahrung sammeln und dann die Optionen für eine solide Selbstständigkeit prüfen.

Leistungsumfang eines Personal Shopper?

Je nach Arbeitgeber und Zielsetzungen umfassen die Aufgaben eines Personal Shoppers Farb- und Typberatungen, begleitete Einkaufstouren, fachmännische Styling Tipps, die Auswahl passender und typgerechter Outfits sowie Kleiderschrank-Checks.

Du siehst so glamourös, wie es sich im ersten Moment anhört, ist der Beruf des Personal Shoppers bei Weitem nicht. Auch hier gehört Geduld, Leidenschaft, Ausdauer und ein fester Willen dazu, um das geliebte Hobby zum Beruf zu machen.

Bildquelle: Danke an kaboompics von pixelbay für das Bild.

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